| Palpatine war der
Kanzler der Republik.
Erst viel zu spät sollte sich herausstellen,
dass er ein Sith
war. Palpatines Lehrer war nach eigener Aussage
der Sith Darth Plagueis. Wann und wieviel Zeit er
mit diesem verbrachte, ist unklar, doch zuletzt
ermordete Palpatine Plagueis. Er selbst trug als
Sith den Namen Darth
Sidious.
Irgendwie gelang es Palpatine das Amt des
Senators im galaktischen
Senat für den Planeten Naboo zu erlangen.
Er bekleidete diesen Posten, als Amidala Königin
des Planeten war, und die Handelsföderation
eine Blockade um Naboo errichttete, um gegen die
Besteuerung der Handelsrouten zu entfernten
Systemen vorzugehen. Es blieb unentdeckt, dass
Darth Sidious treibende Kraft hinter den
neimoidianischen Führern war. Die Blockade wuchs
sich zur Invasion aus, doch Königin Amidala
konnte selbst vor dem Senat sprechen. Angesichts
des Unrechts auf ihrem Pleneten und auf Anraten
Palpatines initiierte sie einen Mißtrauensantrag
gegen den regierenden Lordkanzler Valorum.
Dieser kam durch, und Palpatine folgte Valorum im
Amt des Kanzlers.
Der Schüler von Darth Sidious, Darth
Maul, kam in der Schlacht
von Naboo um, doch Sidious fand bald einen
neuen Schüler.
Palpatine blieb in den folgenden Jahren
Kanzler, und als seine verfassungsgemäße
Regierungszeit ausgelaufen war, gelang es ihm
durch eine Reihe von Krisen, weiter im Amt zu
bleiben.
Sidious hatte inzwischen den ehemaligen Jedi Count
Dooku als Schüler gewonnen. Dooku
rekrutierte einen Kopfgeldjäger
namens Jango
Fett. Ein Jedi namens Sifo-Dyas bestellte
beim Volk der Kaminoaner ungefähr zur Zeit der
Schlacht von Naboo eine Klonarmee für
die Republik, starb aber sehr bald danach - warum
und wodurch wurde nicht bekannt. Im Dunkeln
blieben ebenso die genauen Modalitäten dieses
Auftrags. Jedenfalls kann nur ein sehr kleiner
Kreis in der galaktischen Regierung davon gewusst
haben, die Jedi
hatten davon zumindest keine Kenntnis. Jango Fett
jedenfalls diente als Muster für die Klonarmee.
Als ungefähr zehn Jahre nach der Schlacht von
Naboo zwei Attentatsversuche auf Senatorin
Amidala verübt wurden, führte die Spur
ebenfalls zu Fett. In wessen Auftrag er genau
gehandelt hatte, wurde nicht aufgedeckt, auch die
Handelsföderation hatte seit der verlorenen
Invasion eine persönliche Rechnung mit Amidala
offen, doch führte die Fährte auf verschiedenen
Wegen zu Sidious' Schüler Darth
Tyranus, Count Dooku.
Bereits nach der Schlacht von Naboo war
Palpatine auf den Jungen Anakin Skywalker
aufmerksam geworden, der das entscheidende Droidenkontrollschiff
zerstören konnte, und darüberhinaus eine
außergewöhnliche Begabung der Macht aufwies. In
der Zeit, während Skywalker zum Jedi ausgebildet
wurde, verfolgte Palpatine die Entwicklung des
Jungen immer mit und erwies sich schließlich
auch als Förderer und Vertrauter Skywalkers.
Durch die Attentatsversuche war Amidala
schließlich genötigt, nicht an der
Senatsabstimmung über die militärische Mobilmachung
teilzunehmen, die sie vehement ablehnte. Kanzler
Palpatine setzte sie letztlich durch, und die
Verkettung der Ereignisse nach den
Attentatsversuchen führte schließlich zur
Eskalation auf Geonosis
und der folgenden Schlacht,
in der die Klonarmee erstmals eingesetzt wurde.
Unter Führung der Jedi, und zwar gegen die unter
Dooku und der Handelsföderation aufkommende Separatistenbewegung.
Unter Dookus Führung standen immer mehr Systeme
gegen die Alte Republik auf, und traten aus ihr
aus. Diese abspalterische Bewegung hatte auf
Geonosis bereits große Truppenstärken
produziert. Es kam zum Krieg.
Die Klonkriege
dauerten drei Jahre an, und die Jedi kämpften
auf der Seite der Republik, als es General
Grievous von den Separatisten gelang, Kanzler
Palpatine, der noch immer im Amt war, aus der
Hauptstadt Coruscant
zu entführen.
Grievous handelte dabei in direktem Auftrag von
Dooku und damit auch von Darth Sidious.
Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi gelang es,
Palpatine zu befreien, und dabei Dooku zu töten.
Nach dieser Tat ernannte Palpatine entgegen
seiner Befugnisse Anakin Skywalker, den Held der
Klonkriege, zu seinem persönlichen Vertreter im Rat der Jedi.
Was den Jedi missfiel.
Die Republik war zu diesem Zeitpunkt nach drei
Jahren Krieg und einer tiefen Spaltung der
Systeme in eine schwere Krise und große
Umwälzungen gestürzt. Und die Fronten, die
einst so klar schienen, gerieten ins Wanken.
Einige Jedi misstrauten Palpatine, der nun
schon lange über die verfassungsgemäße Zeit
hinaus im Amt war, und durch die Krisen
erstaunliche Macht angehäuft hatte. Sie
verstanden sich als Diener der Demokratie,
zweifelten aber immer mehr an deren oberstem
Vertreter. Anakin Skywalker wurde daher vom Rat
der Jedi beauftragt, sein Vertrauensverhältnis
zum Kanzler dazu zu nutzen, dem Rat der Jedi
über dessen Pläne Auskunft zu erteilen.
Senatorin Amidala bat ihren Mann, seinen Einfluß
auf den Kanzler dazu zu nutzen, die Kämpfe zu
beenden und die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
Skywalker selbst sah es für richtiger an, die
Kämpfe abzuschließen, und dadurch Ordnung
herzustellen.
In dieser Situation zog Palpatine Skywalker in
sein Vertrauen, berichtete ihm davon, den Jedi
nicht völlig trauen zu können. Skywalker befand
sich damit zwischen allen Lagern, und sein
langjähriger Förderer, Mentor und Vertrauter
rührte sogar an Skywalkers persönliche Ängste,
seine Frau könne sterben.
Palpatine hatte Anakin damit im Innersten
berührt. Als er Anakin in Aussicht stellte,
Padmé mit Hilfe der dunklen Seite der Macht
retten zu können, stürzte er Anakin in einen
furchtbaren Prozess: Skywalker erkannte, dass
Palpatine Darth Sidious war, er war sein Feind,
und dennoch klammerte er sich an dessen
Versprechungen.
Skywalker berichtete dem Rat der Jedi, dieser
stellte Sidious, doch auf dem Höhepunkt des
Gefechts schritt Skywalker ein, da er in
Palpatine die einzige Hoffnung sah, seine Frau
nicht zu verlieren.
Im Büro des Kanzlers, attackierte Palpatine Mace
Windu mit Blitzen, die dieser mit dem Lichtschwert
abwenden konnte, und die auf Palpatine
zurückfielen. Anstatt sie einzustellen, jammerte
er vor Skywalker, dass Windu ihn töten würde.
In emotionalem Tumult schritt Skywalker ein, und
hinderte Windu, worauf Sidious diesen sofort
tötete. Skywalker geriet unter Schock über sein
Handeln, und Sidious wirkte auf Skywalker ein,
sich ihm anzuschließen. Skywalker setzte all
seine Hoffnungen bezüglich seiner Frau darauf,
und schloss sich Sidious an, der seinem neuen
Schüler daraufhin den Namen Darth Vader
gab.
Vader war von nun an Sidious rechte Hand und
ausführende Kraft. Sidious beauftragte ihn, die
Jedi zu verfolgen und zu töten, und erließ als
Kanzler selbst an alle Klontruppen die Order 66,
die besagte, alle Jedi als Feinde der Republik zu
töten. So groß war die Macht des Kanzlers
geworden, dass er die Truppen persönlich
beordern konnte, doch er riß noch mehr Macht an
sich.
Palpatine stellte die Jedi als Feinde der
Republik dar, die die Macht übernehmen wollten,
und ihn heimtückisch angegriffen hätten. Im Galaktischen Senat
rief er selbst das erste galaktische Imperium
aus, und ernannte sich selbst zum Imperator. Er
begründete diese Umbildung mit dem Schutz und
dem Wohle der Gesellschaft - und erhielt vom
Senat Applaus.
Darth Vader tötete die verbliebenen
Separatistenführer, die ohne Dooku und Grievous
sehr geschwächt worden waren, und die Klonkriege
waren beendet. Palpatines Plan, den er seit der
Belagerung Naboos vorangetrieben hatte, die
Republik in eine Krise zu stürzen und Krieg
ausbrechen zu lassen, hatte letztlich
funktioniert, und durch die Krise der Galaxis
hatte er scih selbst an die Macht bringen
können. Das Imperium hatte seine Herrschaft
begonnen. Palpatine war Imperator.
Palpatine muss gewusst haben, dass zumindest
zumindest ein Jedi - Yoda
- die Verfolgung überlebt hatte, da er diesen in
einem Kampf nicht besiegt hatte, und Yoda
daraufhin unauffindbar war. Ob er vom Überleben Obi-Wan Kenobis
wusste, ist ungewiss, doch einzelne verbliebene
Jedi im Exil sah er vermutlich nicht als
Bedrohung an, wenngleich es wahrscheinlich
erscheint, dass er zumindest versucht haben
könnte, sie aufzuspüren und zu töten.
Palpatine hat offensichtlich auch nicht versucht,
Padmés Verbleib im Detail nachzuspüren. Darth
Vader antwortete er auf dessen Nachfrage, dass
Vader sie wohl selbst im Zorn getötet habe. Wenn
Palpatine von Padmés Schwangerschaft wusste, so
ging er in jedem Fall auch vom Tod des Kindes
aus.
Er regierte für die nächsten zwanzig Jahre
mit eiserner Hand. Furcht sollte abtrünnige
Systeme gefügig machen. Dazu ließ der Imperator
den Todesstern
bauen, eine Kampfstation, deren Feuerkraft groß
genug war, einen gesamten Planeten zu vernichten.
Nachdem die Rebellenbewegung den Todesstern
trotzdem zerstören konnte, erfuhr auch
Palpatine, dass Vader tatsächlich einen Sohn
hatte. Palpatines Ziel war es von da an, diesen
zur dunklen Seite der Macht zu bringen, und wie
schon so oft davor, seinen bisherigen Schüler
durch einen neuen zu ersetzen. Doch gelang es
zunächst nicht, Luke Skywalker zu fassen.
Der Imperator stellte der Rebellion daher eine
Falle. Er ließ durchsickern, dass ein zweiter
Todesstern gebaut würde, der noch unfertig
sei. Und mehr noch, dass er selbst die Baustelle
besuchen würde. Damit wollte er die Rebellion
locken, einen Angriff zu unternehmen, was diese
auch tat. Der zweite Todesstern war allerdings
bereits voll einsatzfähig. Auch Luke Skywalker
kam mit der Rebellion nach Endor, und
erkannte, dass er sich seinem Vater stellen
müsse. Dieser brachte ihn daraufhin zum
Imperator.
Der Imperator versuchte daraufhin, Luke
Skywalker auf die dunkle Seite der Macht zu
bringen, doch Luke widerstand letztlich. Als der
Imperator erkannte, dass er keinen Erfolg haben
würde, begann er, Luke mit tödlichen Blitzen zu
attackieren.
Ob Palpatine jemals das Ziel verfolgt hatte,
einen Weg zu finden, Unsterblichkeit mit Hilfe
der Macht zu erlangen, wie er es Anakin Skywalker
angedeutet hatte, und womit er diesen auch
geködert hatte, ist ungewiss. Hier auf dem
zweiten Todesstern sollte sich diese Absicht
jedoch endgültig erledigen.
Die Szenerie, wie sein Sohn sich vor seinem
Meister im Todeskampf wand, ließ in Darth Vader
letztlich das Vaterherz durchkommen. Er sah nicht
tatenlos mit an, wie Palpatine seinen Sohn, und
das Kind seiner geliebten Padmé, tötete. Vader
ergriff den Imperator mitten im Blitzhagel, und
schleuderte ihn in einen tiefen Reaktorschacht,
wodurch dieser endgültig vernichtet wurde.
Anakin Skywalker hatte Palpatine, der bereits
in dessen Kindesalter begonnen hatte, auf ihn
einzuwirken, und der ihm über 20 Jahre lang ein
dunkler Meister gewesen war, endlich überwunden
und besiegt, und mit Hilfe seines Sohnes zur
hellen Seite zurück gefunden.
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Zeitleiste Palpatine
Palpatine wurde 86 Jahre vor der
Balance
der Macht geboren |
| Mit 50 Jahren war er Senator von
Naboo und wurde Kanzler der Republik |
| Mit 60 Jahren setzte er die große
Klonarmee der Republik gegen die
Separatisten ein |
| Mit 63 Jahren ließ er die Jedi
verfolgen und ernannte sich selbst zum
Imperator |
| Mit 85 beauftragte er Vader, den
jungen Skywalker zu ihm zu bringen |
| Mit 86 wurde er von der Allianz
besiegt und von Vader getötet |
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