I · The Phantom Menace
II · Attack of the Clones
III · Revenge of the Sith
IV · A New Hope
V · The Empire Strikes Back
VI · Return of the Jedi
 

Die Macht

"Die Macht ist ein Energiefeld, das alle lebenden Dinge erzeugen. Es umgibt uns, es durchdringt uns, es hält die Galaxis zusammen." - Obi-Wan Kenobi

So beschrieb Obi-Wan Kenobi dem jungen Luke Skywalker die Macht, als dieser das erste Mal mit ihr konfrontiert wurde. Die Macht war allgegenwärtig, sie konnte mit lebenden Wesen interagieren, und diese konnten sie in ihr Handeln einbeziehen, sogar, um sonst übliche physikalische Grenzen zu überschreiten. Nicht jeder konnte jedoch einfach die Macht benutzen, wie es ihm gerade einfiel. Üblicherweise existierte die Macht unauffällig und spielte im normalen Leben der Bewohner der Galaxie keine auffällige Rolle. Bestimmte Individuen hatten aber einen stärkeren Zugang zur Macht, sie waren ihr besonders verbunden, und sie konnten die Fähigkeit, mit ihr zu interagieren, einüben und steigern. Solche machtbegabten Personen hatten die Fähigkeit, Jedi zu werden. "Die Macht ist es, die dem Jedi seine Stärke gibt", erläuterte Kenobi.

Machtfähigkeiten

Bewegen von dinglichen Objekten
Ein Jedi konnte Gegenstände oder auch andere Individuen bewegen, ohne diese zu berühren. Sei es ein kontrolliertes Anheben und Schweben lassen, sei es das Öffnen von Türen oder Schlössern, sei es das herbeiziehen von Objekten, sei es den eigenen Körper zum Beispiel beim Fall aus großer Höhe kontrolliert aufkommen zu lassen. Oder seien es im Kampf das Stoßen des Gegners, oder auch solche Dinge, wie ihn per Machtgriff zu würgen.
Dabei konnten Jedi viel größere Kräfte anwenden, als ihnen rein körperlich zur Verfügung standen, und sie konnten auch tonnenschwere Objekte heben oder Metallgegenstände verformen. Wie Yoda sagte: Größe bedeutet nichts.

Resistenz gegen große Hitze
Ob nur durch das Fernhalten heißer Materie mit Hilfe der Macht oder gar durch eine gesonderte Fähigkeit, großer Hitze zu widerstehen, war es Jedi möglich, sich in direkter Umgebung sehr heißer Körper aufzuhalten, zum Beispiel geschmolzenen Metalls, durch das ein Lichtschwert drang, oder auch glühender Lavaströme.

Gesteigerte Körperfunktionen
Jedi konnten mithilfe der Macht kurzzeitig wesentlich schneller laufen, und weiter und höher springen.
Jedi konnten zeitweise auch ihren Stoffwechsel so beeinflussen, dass sie vorübergehend nicht zu atmen brauchten, dies allerdings wohl nicht allzu lange.

Gesteigerte Reflexe
Mit Hilfe der Macht konnte ein Jedi wesentlich schneller reagieren als andere Personen. So konnte er gerade im Kampf Angriffe abwehren, meist per Lichtschwert, die für andere unabwendbar waren. Er konnte in dringlichen Situationen schneller auf diese eingehen und reagieren. Dies war teilweise durch gesteigerte Reflexe zu erklären, teilweise aber auch durch Voraussicht.

Voraussicht
Ein Jedi konnte in eingeschränktem Maße vorhersehen, was geschehen würde. Er konnte Dinge sehen, bevor diese passierten. Jedoch nicht in beliebigem Umfang, und es blieb davon unberührt, dass die Zukunft noch nicht festgeschrieben ist. "In ständiger Bewegung ist die Zukunft" sagte Yoda. Ein Jedi sollte daher vorsichtig sein bei der Interpretation dessen, was er vorausahnte.

Hyperraumnavigation
Es gibt Hinweise, dass ein Jedi auch unkartiert durch Hyperraum navigieren konnte, ohne mit Objektschatten zu kollidieren. Dies ist aber nicht gesichert.

Erspüren
Durch die Verbindung zur Macht konnte ein Jedi andere Personen, insbesondere solche, die ebenfalls mit der Macht in Verbindung standen, erspüren. Er konnte die Gegenwart anderer Machtbegabter erspüren, und diese Personen auch individuell unterscheiden. Er konnte auch bei normalen Individuen insbesondere erspüren, wenn sie in starker Bedrängnis waren, litten, oder starben. Nicht automatisch allerdings, er musste dafür sensibel sein. Dabei sollte außerdem Vorsicht walten, ob es sich um tatsächliches Geschehen oder zukünftige Möglichkeiten handelte.

Erforschen und beeinflussen Anderer
Ein Machtbegabter konnte nicht nur fühlen, ob eine andere Personen leidet, sondern sogar deren Gefühle erforschen. Offenbarte eine Person ihre Gefühle, so konnte ein Machtbegabter diese erkennen und detailliert studieren.
Darüberhinaus konnte ein Machtbegabter sogar den Sinn von Individuen beeinflussen und sie von Dingen überzeugen, die er ihnen vormachen mochte. Dies gelang allerdings nur bei schwachen Persönlichkeiten.

Eins werden mit der Macht
Zwar äußerte Yoda, dass alle Verstorbenen zur Macht übergingen. Eine Person die bereits Verbindung zur Macht hatte, hatte dabei naheliegenderweise größere Einflussmöglichkeiten. So fand Qui-Gon Jinn nach seinem Tod eine Möglichkeit, mit den Lebenden zu kommunizieren. Dies gab er an Yoda und Obi-Wan weiter, denen es dadurch möglich wurde, selbstbestimmt in die Macht überzugehen, und nach ihrem Tod konkret mit Luke Skywalker zu kommunizieren und diesem sogar zu erscheinen.

Aussenden von Blitzen
Mit Hilfe der Macht konnten Blitze erzeugt werden, die üblicherweise aus den Händen des Machtbegabten austraten. Diese Fähigkeit gehörte zur dunklen Seite der Macht und wurde daher nur von Sith angewendet, es war deren furchtbarste Waffe.

Qui-Gon Jinn erklärte dem kleinen Anakin Skywalker, dass, um mit der Macht in Kontakt zu treten, es erforderlich sei, die Midi-Chlorianer zu nutzen. Midi-Chlorianer, so Qui-Gon, waren mikroskopisch kleine Lebensformen in jeder lebenden Zelle jedes lebenden Wesens. Sie waren lebensnotwendig, und standen in Symbiose zu allen Lebewesen. Sie waren es, die mit der Macht in Verbindung standen, und wer seine eigenen Gedanken zum Schweigen brachte, würde durch sie auf die Macht "hören" können. Eine Tatsache, die Anakin später besonders hervorheben würde, da er einen sehr hohen Anteil an Midi-Chlorianern trug.


Der Rat der Jedi berät über den Auserwählten

Welche weitere Rolle die Midi-Chlorianer im Umgang mit der Macht spielten, bleibt ungewiß, doch die Arten, mit der Macht zu interagieren, sind vielfältig bekannt. Die Macht ermöglichte es denjenigen, die mit ihr vertraut waren - den Jedi - ihre körperlichen Fähigkeiten auf mannigfache Weise zu stärken.

Dabei war es jedoch nicht den Jedi allein vorbehalten, Kontakt zur Macht zu suchen. Sie waren vielmehr diejenigen, die sich dem Leben im Einklang mit der Macht widmeten. Nicht die Jedi waren diejenigen, die Zugang zur Macht erhielten, sondern die Macht war in unterschiedlichen Personen unterschiedlich stark, und diejenigen, die diese Verbindung bewusst nutzten, wurden meist von den Jedi erkannt, und frühzeitig zu Jedi ausgebildet.

Die dunkle Seite

Die Macht war entgegen der erstaunlichen Fähigkeiten, die sie den Personen verlieh, die Zugang zu ihr hatten, nichts, das einfach physikalische Phänomene hervorbrachte, sondern sie war das, was die Galaxie zusammenhielt, und alles umgab und durchdrang. Die Verbindung zu ihr war komplex und der Umgang mit ihr erforderte Übung. Die Persönlichkeit des Machtbegabten spielte eine große Rolle in seiner Beziehung zur Macht. Negative Gefühle schlugen sich auch im Bezug auf die Macht nieder. Sie trug eine dunkle Seite. Hass, Neid, Habgier, Aggression und vor allem Furcht führten zur dunklen Seite der Macht. Die Jedi waren stets bemüht, der dunklen Seite entgegenzutreten. Die Sith hingegen machten sich die dunkle Seite der Macht zunutze, und erlagen ihr doch gerade dadurch.

Das Gleichgewicht der Macht

Unter den Jedi gab es eine alte Prophezeiung, dass einst einer kommen würde, der die Macht ins Gleichgewicht bringen würde. Die genaue Bedeutung dieser Prophezeiung war nicht einfach zu erkennen. Nachdem Qui-Gon Jinn den außerordentlich machtbegabten Anakin Skywalker aufgefunden hatte, waren er und einige weitere Jedi wie Obi-Wan Kenobi überzeugt, Anakin wäre dieser eine, der Auserwählte.


Mit Hilfe der Macht hebt Yoda Lukes X-Wing aus dem Sumpf

Sie gingen davon aus, dass er die Sith, von denen sie lange dachten, sie wären ausgerottet, besiegen würde, dass dies das Gleichgewicht der Macht bedeuten würde. Doch selbst Yoda äußerte, dass diese Prophezeiung missverstanden worden sein könnte. Es dauerte jedenfalls sehr lange, bis Anakin Skywalker seinen Weg letztendlich fand und gehen konnte.

Möge die Macht mit dir sein!

Obi-Wan Kenobi äußerte, dass die Macht einen eigenen Willen trug, auf den ein Jedi hören konnte und sollte. Dazu bedurfte es zweifellos Übung im Umgang mit der Macht. Jedoch ging es nicht um rein technisches Einüben, die Verbindung der Jedi erschien eher als eine Art Beziehung des Vertrauens. Dieses Vertrauen auf die Macht und das Bestreben, im Einklang mit ihr zu handeln, bestimmten das Wirken der Jedi, und äußerten sich in dem Gruß und Wunsch, den sie Freunden mit auf den Weg gaben: 'Möge die Macht mit dir sein!'

 

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