I · The Phantom Menace  
  II · Attack of the Clones  
  III · Revenge of the Sith  
  IV · A New Hope  
  V · The Empire Strikes Back  
  VI · Return of the Jedi  
 

Darth Vader

Held der Klonkriege, herausragender Pilot und ambitionierter Jedi: Die vielleicht gefürchtetste Person der Galaxis.

Anakin Skywalker war ein unvorstellbar begabter Jedi. Von Obi-Wan Kenobi wurde er in der Macht unterrichtet, und wahrscheinlich übertrumpfte er dessen Fähigkeiten, blieb aber immer dessen Schüler. Eines hatte Anakin aber nie verwunden, den Verlust seiner Mutter. Als neunjähriger Junge wurde er von ihr getrennt, um die Freiheit zu erlangen und ein Jedi zu werden. Gerade 20 Jahre war er alt, als sie in seinen Armen starb. Diesen Verlust verwand Anakin nie, und obwohl er in den Tugenden der Jedi unterrichtet wurde, erhielt er möglicherweise nicht das Maß liebevoller Zuwendung, das er gebraucht hätte. So gab es nur einen Menschen, den Anakin nicht nur verehrte und respektierte, sondern über alles liebte: Königin Padmé Amidala von Naboo, die er kurz nach dem Tod seiner Mutter heiratete. Seine Ungestümheit, auch Unzufriedenheit mit sich selbst und auch anderen blieben ihm erhalten, und keiner der Jedi vermochte es, ihm darin beizustehen.




Einer Person allerdings gelang es, Anakin ein Gefühl der Geborgenheit und der Anerkennung, des Vertrauens und der Unterstützung zu vermitteln: Niemandem Geringeres als dem Obersten Kanzler der Republik, Palpatine.

Palpatine erkannte früh Anakins außerordentliche Begabung und behielt den Jungen seit dessen Kindheit im Auge. Palpatine war ein Förderer Anakins, und dieser betrachtete ihn als wirklichen Freund. Fatalerweise handelte es sich bei Palpatine in Wahrheit um den Sith-Lord Darth Sidious.

Palpatine hatte sich über lange Jahre Anakins Vertrauen erworben. Während der Klonkriege, als vieles in der Galaxis ins Wanken geraten war, appelierte er an dieses Vertrauen, und begegnete Anakins tiefsten Ängsten: dem Verlust seiner geliebten Frau. Palpatine stellte Anakin in einer Zeit größter Umbrüche vor die Möglichkeit, Padmés vermeintlich sicheren Tod abzuwenden, wenn er sich der dunklen Seite der Macht zuwenden würde.

In furchtbarem innerem Ringen und unter den Umständen des Krieges wandte sich Anakin dieser Möglichkeit in einer dramatischen Situation zu, und schloss sich Sidious, der der gesuchte Erzfeind der Jedi war, an, in der Hoffnung, seine Frau retten zu können. Enttäuschung über die Jedi, die Wirren des Krieges, eine traumatische Situation und wahrscheinlich auch die Hoffnung, selbst die Kontrolle über die Ereignisse behalten zu können, ließen ihn Sidious als seinen neuen Meister anerkennen.

Dieser gab ihm daraufhin einen neuen Namen, der in der Galaxis bald Angst und Schrecken auslösen würde:

Darth Vader.

Als Sidious' Schüler erhielt Vader umgehend einige Aufträge. Zunächst richtete er mit einer Staffel Klontruppen ein Massaker im Jedi-Tempel an, alle Jedi sollten als Feinde der Republik getötet werden. Auch die jüngsten wurden nicht verschont. Nachdem Palpatine sich selbst zum Imperator ausgerufen hatte, entsandte er Vader ins Mustafar-System. Dort tötete Vader aller verbliebenen Führer der Separatistenbewegung, und beendete damit die Klonkriege. Seine Frau folgte ihm überraschend, und stellte ihn zur Rede. Als Vader auch Obi-Wan Kenobi auf Mustafar erblickte, vermutete er in seiner äußerst kritischen psychologischen Gesamtsituation einen Verrat der beiden, und würgte seine schwangere Frau bis zur Bewusstlosigkeit. Es folgte ein erbitterter Kampf mit seinem alten Lehrer und Freund Kenobi, an dessen Ende Kenobi Vader schwerst verwundete, und voller Entsetzen auf Mustafar zurückließ. Auf der Lawa-Welt hatte Vader beide Beine und seinen noch verbliebenen Arm verloren und schwerste Verbrennungen erlitten. Nur das rasche Eintreffen des Imperators persönlich rettete ihm das Leben. Als Folge dieser Verstümmelungen war Vader von da an auf einen Vitalfunktionsanzug angewiesen. Er erhielt künstliche Gliedmassen und einen Ganzkörperanzug inklusive eines Helms, der die Atmung unterstützte.

Als Vader wieder zur Besinnung kam, fragte er zuerst nach seiner Frau. Der Imperator sagte ihm daraufhin aber, dass Vader selbst sie wohl getötet hätte. Eine Welt brach in ihm zusammen. Alles, wofür er gelebt und gekämpft hatte, hatte er verloren.

In den folgenden zwei Jahrzehnten war Vader die ausführende Hand des Imperators. Die Macht des Imperators wurde weiter gestärkt, und Vader war dabei dessen starker Arm. Als sich eine Bewegung gegen das Imperium erhob, war es Vader, der diese Rebellen erbarmungslos verfolgte.

19 Jahre nach der Ausrufung des Imperiums war es der Rebellenbewegung gelungen, die Baupläne des Todessterns zu erlangen, und einen Angriff auf diesen zu planen. Vader ließ Senatorin Leia Organa von Alderaan verfolgen und gefangennnehmen, diese konnte die Pläne kurz zuvor jedoch weitersenden an den ehemaligen General Kenobi, Vaders alten Lehrer.

Es kam schließlich dazu, dass im Zuge einer Befreiungsmission Vader auf dem Todesstern auf den alten Obi-Wan Kenobi traf. Fast 20 Jahre nach ihrer letzten Begegnung, die für Vader so katastrophal verlief. Vader musste gewusst haben, dass Kenobi der Verfolgung der Jedi entgangen war, doch dieser war ins Exil untergetaucht und als einzelner übrig gebliebener Jedi wohl keine denkbare Bedrohung für das Imperium gewesen. Vader hatte ihn jedenfalls wohl nicht weiter verfolgt.

Im Kampf ließ sich Kenobi von Vader besiegen, wurde aber eins mit der Macht, bevor Vader ihn niederstreckte.

Kurze Zeit später startete die Rebellion einen Angriff auf den Todesstern, und Vader flog selbst mit einem speziellen TIE Fighter in die Schlacht. Was ihm wohl das Leben rettete, denn der Todesstern wurde von Luke Skywalker zerstört.

In der Schlacht hatte Vader erkannt, dass die Macht bei einem der Rebellenpiloten wirksam war. Nach diesem Ereignis und der Nachricht über den jungen Skywalker, musste Vader vermuten, dass dieser der Sohn Padmés - sein Sohn! - sein musste, den er für tot gehalten hatte. Erst jetzt erfuhr er, dass sein Kind immerhin noch zur Welt gekommen war.

In den folgenden Jahren ließ Darth Vader die Galaxis auf- und absuchen, nach der Rebellion, aber vor allem nach dem jungen Skywalker. Zwar stand dieser auf der Seite des Feindes, doch Vader hatte vermutlich nie vor, ihn zu töten, sondern zunächst, ihn in seine Gewalt zu bringen. Später offenbarte er Luke den Plan, den Imperator zu stürzen und als Vater und Sohn über die Galaxis zu herrschen. Luke war immerhin das gemeinsame Kind mit seiner über alles geliebten Frau, und erst nun, nach fast 20 Jahren, erfuhr er, dass es am Leben war. In Vader kamen Vatergefühle auf, die sein Schicksal bis zuletzt beeinflussen sollten.

Vader attackierte die Rebellen in der Schlacht von Hoth, und informierte auch den Imperator über den jungen Skywalker. Der Plan war es, ihm eine Falle zu stellen. Vader konnte mit Hilfe des Kopfgeldjägers Boba Fett Han Solo, Leia und deren Begleiter auf Bespin gefangennehmen. Sie sollten als Köder für Luke dienen. Luke sollte vor Ort in Karbonit eingefroren werden, und somit unschädlich zum Imperator gebracht werden. Das Verfahren wurde an Han Solo getestet, Luke allerdings konnte sich gegen Vader erwehren, und es kam zum Kampf, während Leia mit Lando Calrissian fliehen konnte.

Nach einem erbitterten Kampf, in dem Vader Luke eine Hand abschlug, enthüllte er diesem dessen wahre Herkunft: Vader war sein Vater. Entsetzt ließ sich Luke Skywalker daraufhin fallen, wodurch er Vaders zugriff entkam. Doch das Verhältnis von Vater und Sohn war damit offengelegt.

Vader, der als junger Anakin Skywalker noch große Skrupel gehabt hatte, als er die Peiniger seiner Mutter getötet hatte, war im Laufe der Jahre kaltherziger geworden, und hatte untergebene militärische Ränge oft eiskalt getötet, wenn diese seinen Vorstellungen nicht entsprochen hatten. Die Erkenntnis, dass sein Sohn lebte, stürzte Vader aber in einen inneren Kampf. Einerseits diente er dem Imperator treu, und war Feind der Rebellion. Auf der dunklen Seite der Macht stehend war er oft kaltblütig, gleichzeitig aber auch selbst nach Macht gierig. Die letzte Konfrontation zwischen ihm und seinem Sohn entschied nun darüber, wohin er sich wenden würde.

Als die Rebellen den Angriff auf den zweiten im Bau befindlichen Todesstern planten, spürte Vader Lukes Präsenz, als dieser im Orbit von Endor eintraf, und auch Luke spürte Vader. Es war Luke klar, dass er sich ihm stellen müsste, und dies tat er auch. Vader bot ihm wie bereits dargelegt an, gemeinsam den Imperator zu stürzen, doch Luke lehnte ab, erkannte aber auch, dass noch Gutes in Darth Vader vorhanden war. Vader brachte Luke daraufhin zum Imperator, er war von diesem nach wie vor sehr abhängig. Als dieser Luke reizte und unter Druck setzte, schritt Vader ein, kurz bevor Luke den Imperator attackieren konnte, und ein weiteres Mal kam es zum Kampf. Dabei erkannte Vader in dem innerlich ringenden Luke, dass dieser tatsächlich auch noch eine Schwester hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Vader nichts von seiner Tochter gewusst, auch nicht, dass er diese, Prinzessin Leia, selbst erbittert verfolgt hatte. Als er andeutete, diese zur dunklen Seite bringen zu wollen, bäumte sich Luke voller Wut auf, und attackierte seinen Vater heftig, bis dieser am Boden lag, und durch Luke eine seiner künstlichen Hände verloren hatte. Luke kam zur Besinnung, und hörte auf, gegen seinen Vater zu kämpfen.

Auch der Imperator erkannte, dass er Luke nicht zur dunklen Seite bringen würde, und griff Luke mit todbringenden Machtblitzen an. In diesem Moment, als Vader seinen im Todeskampf ringenden Sohn vor dem Imperator leiden sah, setzte sich sein Vaterherz schließlich durch, und er tötete den Imperator und befreite die Galaxis von ihm. Darth Vader, selbst tödlich verletzt durch seinen verstümmelten Körper, den Kampf und schließlich die Blitze des Imperators, war wieder zu Anakin Skywalker geworden.

Er bat Luke, ihm den Helm abzunehmen, und kurz bevor er starb, sahen Vater und Sohn sich zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht. Durch seinen Sohn war Anakin gerettet worden.

Luke verbrannte die Überreste seines Vaters, Darth Vaders, auf dem Waldmond von Endor.

 

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